Ah jetzt ja, eine Insel … oder doch nicht?

Rosario - Geburtsstadt von Diego Maradonna

Rosario liegt am Río Paraná, einem gewaltigen Fluss, der irgendwo im brasilianischen Urwald entspringt. Die Brücke, die die beiden Ufer verbindet, scheint sich im Nirgendwo zu verlieren. Wir sind mit dem Ziel hierhergekommen, auf einer der ruhigen Inseln im Fluss unser Zelt aufzuschlagen und die Seele baumeln zu lassen. Wir können das andere Ufer nicht sehen. Der Blick auf unsere Insel ist jedoch frei.

Endlose Brücke über den Paraná

Die Anlegestelle ist menschenleer. Von einem Wachmann erfahren wir, dass heute keine Fähre zur Insel fahren wird. Er zeigt zum Himmel, wo ein paar Wolken den einen oder anderen Regentropfen ausbrüten. Nach einem Unwetter, das den Fluss unpassierbar macht, sieht es aber nicht aus. Oder?

Treibgut auf dem Paraná

Also keine Fähre. Wir sehen einige kleine Boote auf dem Fluss. Trampen per Boot hat schon einmal funktioniert, wieso also nicht auch hier? Wir gehen am Fluss entlang auf der Suche nach einer geeigneten Mitfahrgelegenheit. Auf dem Weg kommen wir mit Fernando und Luciana ins Gespräch. Die beiden könnten uns auf die Insel bringen, jedoch nicht wieder abholen. Vielleicht nicht die beste Idee, denn dort würden wir dann festsitzen bis sich das nächste Mal jemand auf die Insel verirrt. Sie lassen trotzdem nichts unversucht, uns eine geeignete Überfahrt zu organisieren. Leider erfolglos, es ist wohl kein Inselwetter.

Fast etwas enttäuscht entscheiden wir am diesseitigen Ufer zu bleiben. Besonders viele Optionen haben wir hier jedoch nicht. Jeder, den wir fragen, rät uns davon ab, an dieser Stelle zu kampieren. Hier sei es viel zu unsicher. Nach dem langen Weg aus der Stadt heraus ist die Aussicht auf einen weiteren Fußmarsch nicht gerade prickelnd. Kein Problem, sagt Fernando und quetscht uns mitsamt unseres Gepäcks in seinen kleinen Peugeot. Die beiden bringen uns nach Baigorria. Hier finden wir ein nettes Plätzchen auf einem Campingplatz. Wir spannen unsere Hängematten und genießen bei Erdnüssen und Oliven den perfekten Ausblick auf den Paraná und unsere Insel.

Relaxen in Baigorria

Wir sind sehr dankbar für diese Begegnungen und gerührt von der Hilfsbereitschaft der Menschen. So fühlt sich Plan B sehr gemütlich an. Ab und zu fährt ein riesiger Kreuzfahrtdampfer den Fluss hinauf und nachmittags versammelt sich das halbe Dorf im Pool zur Wassergymnastik. Ansonsten ist alles ruhig.

Völlige Ruhe in Baigorria

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